Samstagnacht: Kellerbrand im Hochhaus

In der Nacht zum Samstag wurde die Feuerwehr zu einem Kellerbrand in eines der beiden Hochhäuser an der Josef-Danzer-Strasse gerufen. Aufgrund der starken Verrauchung im Treppenhaus mussten die Bewohner evakuiert und teilweise über die Drehleitern gerettet werden.

Collage Hochhausbrand

Über 90 Menschen mussten evakuiert werden, zum Teil mit Fluchthauben (li.) und zum Teil über Rettungsleitern.

 

In der Nacht auf Samstag (21.01.2023) wurde die die Freiwillige Feuerwehr Planegg um 02:39 Uhr zu einem bestätigten Kellerbrand in einem der achtstöckigen Mehrfamilienhäuser der Josef-Danzer-Straße in Planegg alarmiert.
Trotz der nächtlichen Uhrzeit, traf das erste HLF der Freiwilligen Feuerwehr Planegg bereits um 2:45 Uhr, also nur 6 Minuten nach dem Alarm, an der Einsatzstelle ein. Auf Grund der starken Verrauchung im Treppenhaus, wurde umgehend ein zweiter Löschzug nachgefordert und parallel dazu der erste Angriffstrupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in den Keller geschickt.
Es stellte sich heraus, dass der Brand aus bislang unbekannter Ursache in einem vollgestellten Kellerabteil ausgebrochen war. Zwar konnte die Brandstelle zügig lokalisiert werden, doch es dauerte auf Grund der örtlichen Gegenheiten ca. 3 Stunden bis endgültig „Feuer aus“ gemeldet werden konnte.
Evakuierung der Bewohner

Während sich 2 Atemschutztrupps mit 2 C-Rohren der Brandbekämpfung widmeten, begannen zahlreiche weitere Atemschutztrupps (insgesamt waren mehr als 20 Atemschutztrupps im Einsatz) damit die Bewohner (im Objekt wohnen 131 gemeldete Personen) auf Grund der starken Rauchentwicklung zu evakuieren. Hierzu wurden die Bewohner teils mit der Hilfe von 2 Drehleitern von ihren Balkonen geholt oder unter Verwendung von sogenannten Fluchthauben über das Treppenhaus ins Freie gebracht.
Anschließend wurden die Bewohner mit Hilfe zweier Großraumrettungswägen der Berufsfeuerwehr München in die Sammelstelle in der Turnhalle der Volksschule Planegg gebracht.
Nachdem der Brand gelöscht war, musste der Brandschutt aus dem Keller ins Freie gebracht und das Objekt umfangreich belüftet werden.
Über 250 Einsatzkräfte vor Ort
Auf Grund der Größe des Objekts wurde umgehend auf Alarmstufe B4 und im weiteren Verlauf auf B5 erhöht. Das hatte zur Folge, dass neben der Freiwilligen Feuerwehr Planegg zusätzlich folgende Einsatzkräfte / Einheiten hinzualarmiert wurden: Freiwillige Feuerwehr Neuried, Freiwillige Feuerwehr Gräfelfing, Berufsfeuerwehr München, UG-ÖEL, Freiwillige Feuerwehr Taufkirchen, Freiwillige Feuerwehr Hohenschäftlarn, Freiwillige Feuerwehr Krailling, Freiwillige Feuerwehr Stockdorf. Ergänzt wurden die Einsatzkräfte noch von diversen Rettungsdiensteinheiten und dem ABC-Zug München-Land, sowie dem THW München-Land.
Der Einsatz konnte für die Freiwillige Feuerwehr Planegg gegen 11:00 Uhr beendet werden, wobei die Nachrüstarbeiten im Gerätehaus noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.
Insgesamt waren mehr als 250 Einsatzkräfte vor Ort. Davon 41 Einsatzkräfte seitens der Freiwilligen Feuerwehr Planegg.

 

Bürgermeister vor Ort

Bürgermeister Hermann Nafziger und der Geschäftsleiter der Gemeinde, Stefan Schaudig, unterstützten die Einsatzkräfte, wo es nötig war. Erst gegen Mittag, als alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt waren, verließt Bürgermeister Nafziger die einsatzstelle. Sein Resumée: "Jeder Cent, den wir in unsere Feuerwehr investieren, ist gut angelegt. Man muss wirklich sagen, dass alles perfekt geklappt hat. Das Zusammenspiel von THW, Katastrophenschutz, Maltesern und ABC-Zug und die Zusammenarbeit der verschiedenen Feuerwehren lief wie ein reibungsloses Uhrwerk ab. Ich möchte mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken und kann nur sagen: wir haben eine sehr gut eingespielte Feuerwehr, auf die wir stolz sein können. Die Betroffenen waren jedenfalls sehr dankbar."

Quelle: Pressemeldung der Freiwilligen Feuerwehr Planegg
Planegg, den 21.01.2023

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