Warum ein neuer Zaun an der Stoawies’n?

Die Erlebbarkeit des Biotops darf nicht zu einer Einschränkung oder sogar Zerstörung der Natur führen. Leider haben die Zer(-Störungen) in den letzten Jahren über die Maßen zugenommen. Die Gemeinde hat daher den immer schon vorhandenen, aber in Teilen mutwillig zerstörten Zaun, durch einen widerstandsfähigeren ersetzt, um ein Queren der Fläche mitten durch die zentralen, sensiblen Bereiche wieder zu unterbinden.

Neuer Zaun

Die Stoawies’n feiert 2021 ihren 10. Geburtstag und ist aus naturschutzfachlicher Sicht in einem so dicht besiedelten Gebiet wie dem Würmtal ein Juwel. Ein Monitoring konnte bereits 2015 belegen, dass schon 4 Jahre nach der Herstellung, große Teile unter gesetzlichem Biotopschutz standen. 2021 dürfte das für diesen besonders artenreichen Lebensraum in seiner Gänze gelten.

Leider gibt es ein mit den Jahren immer größer gewordenes Problem: Den enormen Besucherdruck. Der Wildschutzzaun, der hier bis vor Kurzem stand, sollte ein Begehen der Fläche im inneren Bereich verhindern. Leider wurde er schon vor Jahren von Unbekannten zerstört und in Teilen entfernt. Es finden sich seither immer mehr Trampelpfade. Radler fahren zu mehreren nebeneinander quer über die Fläche, einzelne Hundebesitzer kommen mit bis zu acht (!) Hunden, die alle frei auf der Fläche umherlaufen. Das führte in den letzten Jahren zu immer mehr Störungen sensibler Arten. Bei der letzten Begehung mit der Naturschutzbehörde im Sommer 2021 wurde daher konstatiert, dass die letzte Stufe der sog. „ökologischen Verzinsung“ dieses Ökokontos fraglich sei und dass man überlegen müsse, Teile der Stoawies’n wegen verloren gegangener Wertigkeit ganz aus dem Ökokonto herauszunehmen. Daher hat die Gemeinde die erforderlichen Gegenmaßnahmen getroffen: Der Wildschutzzaun wurde gegen einen massiveren Stabgitterzaun ausgetauscht, damit für sensible Arten hoffentlich wieder mehr Ruhe einkehrt und vielleicht sogar die bedrohte Zauneidechse die für sie prädestinierten Stein- und Totholzhaufen doch noch annimmt und auf der Stoawies’n endgültig heimisch wird. Das Planegger Umweltamt bittet für diese Maßnahme im Sinne des Naturschutzes um Verständnis und weist darauf hin, dass für interessierte Besucher ganz bewusst auf der Nordseite ein erlebbarer, besonders artenreicher Kalkmagerrasen direkt am Gehweg angelegt wurde.

 

Bitte respektieren Sie die sensible Artenvielfalt und betreten Sie nicht die zentralen Bereiche der Stoawies’n.

 

Herzlichen Dank!

Ihr Umweltamt Planegg

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