Kröten und Frösche wandern wieder. Vorsicht im Straßenverkehr

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und den länger werdenden Tagen erwachen die Amphibien allmählich wieder aus ihrer Winterstarre.

Krötenwanderung

Damit beginnt auch hier in Planegg in der Jörg-Tömlinger-Straße ein alljährlich zu beobachtendes Spektakel von neuem: In milderen, besonders in regnerischen Nächten machen sich Gras- und Springfrösche, Molche und vor allem Erdkröten auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern. Die aktuelle Kälteperiode bringt zwar die Wanderung wieder zum Erliegen, doch mit den länger werdenden Tagen im März und den allmählich über 5 Grad Celsius steigenden Nachttemperaturen ist mit einer Fortsetzung der Wanderbewegungen zu rechnen. Damit ist ab sofort wieder besondere Rücksicht geboten: Bitte Fuß vom Gas zum Schutz der Amphibien und auch der zahlreichen menschlichen Helfer!


Runter vom Gas zum Schutz von Amphibien und ihren Helfern
Derzeit werden alle relevanten Wanderstrecken im Landkreis München auf den amphibischen Ansturm vorbereitet. An Straßen mit starken Wanderbewegungen werden Zäune aufstellt und Eimer eingegraben. Einzelne Strecken mit besonders
starker abendlicher Laichwanderung werden über die Nachtstunden vollständig gesperrt, andere sind nur eingeschränkt befahrbar. Dort heißt es aufmerksam sein und vor allem Fuß vom Gas!
Schon bei Geschwindigkeiten über 30 Kilometer pro Stunde werden Amphibien allein durch den Luftdruck getötet. Autos, Lastwagen, sogar Fahrräder werden von den Tieren nicht als Gefahren erkannt, sie reagieren deshalb nicht rechtzeitig
und erliegen so jährlich zu Tausenden dem Straßentod. Das Landratsamt bittet deshalb eindringlich alle Verkehrsteilnehmer um Einhaltung der vorübergehenden Tempolimits und um Beachtung der Warnschilder, die auf Streckenabschnitte mit erhöhten Amphibienaufkommen hinweisen. Besondere Vorsicht ist in regnerischen Nachtstunden während der Hauptwanderzeit zwischen 19 Uhr abends und 7 Uhr morgens geboten. Auf nassem Untergrund streben die Tiere nämlich massenhaft zu den Gewässern.
Auf allen Wanderstrecken sind abends und in den frühen Morgenstunden zudem zahlreiche engagierte Helfer unterwegs. Sie betreuen Schutzzäune, sammeln Frösche, Kröten und Molche ein und tragen die Tiere über die Straße, damit sie
gefahrlos den Weg zu den Laichgewässern fortsetzen können. Gegen Ende der Paarungssaison werden die Zäune unverzüglich wieder abgebaut.

 

Bitte an Hauseigentümer
Wie jedes Jahr bittet das Landratsamt München zudem auch alle Hausbesitzer um ihre Mithilfe und ruft dazu auf, Kellerschächte auf hineingefallene Lurche zu überprüfen und ggf. solche Tiere zu befreien. Als Vorsichtsmaßnahme sollten potenziell gefährliche Schächte soweit möglich vorbeugend abgedeckt werden.

 

 

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