Bürgermeister Nafziger besucht Asylbewerberunterkunft in Martinsried

Antrittsbesuch Asylbewerberunterkunft

Ordnungsamtsleiterin Juliane Hasenknopf, Asylbeauftragter Mohammed Chadid, Bürgermeister Hermann Nafziger

Bürgermeister Hermann Nafziger hat zusammen mit Ordnungsamtsleiterin Juliane Hasenknopf die Asylbewerberunterkunft in Martinsried besucht, um sich vor Ort beim gemeindlichen Asylbeauftragten, Herrn Mohammed Chadid, über die Unterbringung der Asylbewerber und die dort anfallende Arbeit zu informieren. Es handelte sich um den ersten Besuch von Herrn Nafziger in der Unterkunft seit seinem Amtsantritt. Da der Amtsantritt in die Corona-Zeit fiel und daher viele Ortstermine nicht möglich waren, möchte Herr Bürgermeister Nafziger jetzt nach und nach die gemeindlichen Außenstellen besuchen und sich jeweils vor Ort ein Bild der vielfältigen durch die Gemeindemitarbeiter geleisteten Aufgaben machen.

Unser Asylbeauftragter Mohammed Chadid arbeitet seit Juni 2016 für die Gemeinde Planegg. Anfangs arbeitete er in Vollzeit als Asylbeauftragter, jetzt arbeitet er zur Hälfte als Asylbeauftragter, zur anderen Hälfte für das Kupferhaus.

Als Asylbeauftragter ist er für die Betreuung und Unterstützung der Asylbewerber sowie für Hilfe bei der Unterbringung von Asylbewerbern zuständig. Chadid ist Ansprechpartner für alle Fragen, die den Alltag der Asylbewerber betreffen, er hilft Familien, deren Kinder die Schule oder den Kindergarten besuchen und er ist verantwortlich für Schadensmeldungen. Er unterstützt auch bei der Arbeitssuche. „Mehr als 80 Prozent der Menschen, die in dieser Unterkunft untergebracht sind, arbeiten“, so Chadid. Er hält den Kontakt zu den Nachbarn und auch zum Helferkreis Asyl. Chadid arbeitet mit dem Landratsamt München und der AWO München Land zusammen.

„Am Anfang, als die ersten Asylbewerber nach Planegg und Martinsried kamen, war es schwierig. Jetzt läuft es aber sehr gut“, so Chadid. Anfangs habe es vermehrt Beschwerden von Anwohnern gegeben, zum Beispiel, wenn Kinder draußen gespielt hätten und laut gewesen seien. „Seit etwa einem Jahr hat es keine Beschwerden mehr von den Nachbarn gegeben“, erklärt Chadid.

„Herr Chadid ist ein sehr gutes Bindeglied und hat viel dazu beigetragen, die Akzeptanz der Asylbewerberunterkünfte in unserer Gemeinde zu erhöhen“, so Bürgermeister Nafziger. „Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.“

In der Unterkunft an der Bunsenstraße (Martinsried) leben aktuell 34 Geflüchtete.  Es sind dort auch vier Familien untergebracht. Die Kinder dieser Familien besuchen in Martinsried die Grundschule bzw. in Lochham die Mittelschule.

Insgesamt leben in Planegg und Martinsried derzeit 84 Asylbewerber. Neben der Unterkunft in der Bunsenstraße in Martinsried gibt es noch eine Unterkunft in der Fürstenrieder Straße. Zudem sind 6 anerkannte Asylbewerber sowie eine Familie in dezentral vom Landratsamt München angemieteten Wohnungen untergebracht.

Drei anerkannte Asylbewerber, die eine Arbeitserlaubnis haben und sich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis befinden, leben im kürzlich übergebenen Wohnhaus für Haushalte mit niedrigem Einkommmen in der Hofmarkstraße in Planegg und haben damit ihren Lebensmittelpunkt in Planegg gefunden.

Im Landkreis München leben aktuell rund 4.000 Geflüchtete. Mehr als 2.800 von ihnen sind in Unterkünften des Landkreises und der Regierung von Oberbayern untergebracht.

Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie gab es in der Asylbewerberunterkunft in Planegg zwei bestätigte Corona-Fälle. Die beiden Personen waren in Quarantäne und sind wieder genesen. „Das hat sehr gut geklappt“, so Ordnungsamtsleiterin Juliane Hasenknopf. „Das Landratsamt hat die Erkrankten noch am selben Tag abgeholt und in eine separate Unterkunft in einem anderen Ort gebracht, die speziell für Erkrankte eingerichtet war.“

In der Unterkunft in Martinsried gab es keine Corona-Fälle.

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